Ahrensburg, Hörgeräte Hamburg - Hörsystem Barsbüttel, Hörgerät in Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Hörakustik Volksdorf
Schmelzer Hörsysteme GmbH


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Technische Fragen


Wieso hält meine Batterie nicht so lange? Wie lange hält eine Batterie eigentlich?

Felix Schmelzer: Es gibt vier verschiedene Hörgerätebatterien. 10-er, 13-er, 312-er und 675-er. Wobei die 10-er die Kleinste von allen ist und die 675 die Größte. Vereinfacht gesagt ist die Lebensdauer der 10-er Batterien am geringsten. Sie wird bei sehr kleinen Hörsystemen oder in Im-Ohr-Geräten verwendet. Zur Lebensdauer einer Batterie ist zu sagen, dass es auch hier keine „Pauschalaussage“ gibt. Viele Faktoren spielen eine Rolle, z.B. je länger Sie die Hörgeräte pro Tag tragen und/oder sich in geräuschvoller Umgebung aufhalten und die diversen Programme arbeiten müssen. Besonderheiten sind extreme Wärme und Luftfeuchtigkeit/Schweiß. In den Hörgerätebatterien ist eine Elektrolyt-Lösung die bei Wärme austrocknet und bei hoher Luftfeuchtigkeit „verwässert“. Unter diesen Umständen kann die Batterie schon nach einigen Stunden „leer“ sein.

Im Juni 2010 hatten wir einen Hitzerekord, Tagelang jenseits der 38°C. Auch wir hatten einige Kunden die mit der Batterienlebensdauer Probleme hatten. Das kann bei solchen Extemesituationen schon einmal vorkommen, ist aber kein dauerhafter Zustand, sofern Sie sich nicht oft in der Wüste oder im Regenwald aufhalten.


Mein Hörgerät geht nicht, warum?

Felix Schmelzer: Wenn das Hörgerät kein Signal mehr von sich gibt, dann kann dies viele Ursachen haben, je nach der Art des Hörgerätes. Nachfolgend stehen ein paar Beispiele, die Sie überprüfen können:

1. Sichtprüfung

2. Batterie ist evtl. leer, eine neue einsetzen und dabei beachten, dass Sie den Aufkleber von der Batterie entfernen und ca. 2 Minuten warten, bevor Sie die Batterie einsetzen.

HdO (Hinter-dem-Ohr-Gerät) mit Otoplastik
Wenn das Hörgerät kein Ton mehr von sich gibt, dann ziehen Sie die Otoplastik ab. Wenn Sie das Hörgerät in der geschlossenen Hand halten und Sie hören ein Pfeifen oder Piepen, dann stimmt irgend etwas mit der Otoplastik nicht. Höchstwahrscheinlich ist sie dann verstopft. Reinigen Sie diese oder gehen Sie zu Ihrem Hörgeräteakustiker. Für den Fall, dass das Hörgerät in der geschlossenen Hand nicht pfeift, sollten Sie auch zu Ihrem Hörgeräteakustiker gehen.

HdO mit offene Versorgung – Schlauchsystem (Slim Tube)
Wenn das Hörgerät kein Ton mehr von sich gibt, entfernen Sie das Schlauchsystem. Entweder abdrehen oder drehen und ziehen. Wenn Sie das Hörgerät in der geschlossenen Hand halten und Sie hören ein Pfeifen oder Piepen, dann stimmt irgend etwas mit dem Schlauchsystem nicht. Höchstwahrscheinlich ist es dann verstopft. Reinigen Sie das Schlauchsystem mit dem „Reiningungsdraht“ und vergewissern Sie sich, dass das „Schirmchen“ nicht verstopft ist oder gehen Sie zu Ihrem Hörgeräteakustiker. Für den Fall, dass das Hörgerät in der geschlossenen Hand nicht pfeift, sollten Sie auch zu Ihrem Hörgeräteakustiker gehen.

HdO mit offene Versorgung – externem Hörer
Wenn das Hörgerät kein Ton mehr von sich gibt und Sie haben Punkt 1 und 2 (s.o.) kontrolliert, dann entfernen Sie das „Schirmchen“ von dem externem Hörer. Prüfen Sie ob es verstopft ist. Sie haben auch noch die Möglichkeit zu schauen, ob der Filter am externen Hörer verstopft ist und diesen dann bei Verstopfung austauschen. Zur absoluten Sicherheit können Sie den Filter entfernen und das Hörgerät in der geschlossenen Hand halten, ist kein Pfeifen oder Piepen zu hören, dann stimmt irgend etwas mit dem Hörgerät nicht. Für diesen Fall sollten Sie zu Ihrem Akustiker gehen.

IdO (In-dem-Ohr-Gerät)
Haben Sie Punkt 1 und 2 überprüft, dann haben Sie nur die Möglichkeit zu kontrollieren, ob der Filter verstopft ist. Ansonsten sollten Sie Ihren Hörgeräteakustiker aufsuchen.

Bei 90% der Vorfälle ist das Hörsystem verstopft und funktioniert nach sorgfältiger Reinigung wieder, sollte es dennoch nicht funktionieren ist wahrscheinlich die Technik betroffen und Sie sollten zu Ihrem Hörgeräteakustiker gehen.


Warum pfeift oder piept mein Hörgerät?

Felix Schmelzer: Der Grund für das pfeifen oder piepen ist die Rückkopplung. Rückkopplung bedeutet, dass die Verstärkung vom Hörgerät so groß ist, dass ein Teil der Verstärkung aus dem Gehörgang austritt und wieder vom Mikrofon des Hörgerätes aufgenommen wird. Dieses „schaukelt“ sich hoch und wird weiter verstärkt, sodass das Hörgerät dann pfeift oder piept. Rückkopplungen waren früher ein goßes Problem und oft ein fader Beigeschmack zu den ersten Hörgeräten. Heute ist die Technik soweit, dass man mit den richtigen Einstellungen und einem geeigneten Hörsystem kaum noch mit Rückkopplungen in Berührung kommt, dank der automatischen Rückkopplungsunterdrückung oder -auslöschung.

Wenn eine Rückkopplung auftritt, kann dies unter anderem folgende Ursachen haben:

- defekter Winkel (riss, gebrochen, nicht genug aufgeschraubt)

- defekter Schallschlauch (riss, gebrochen)

- defekte Otoplastik (riss, gebrochen, Otop. sitzt nicht korrekt, das Ohr hat sich verändert)

- defektes Im-Ohr-Gerät (riss, gebrochen, IdO sitzt nicht korrekt, das Ohr hat sich verändert)

Fährt man mit der Hand am System lang oder hält es in der geschlossenen Hand ist eine Rückkopplung „normal“. So kann man auch feststellen ob es eingeschaltet ist.

Tritt eine Rückkopplung dauerhaft auf oder ist sie störend, sollten Sie Ihren Hörgeäteakustiker aufsuchen.


Wie bewahre ich mein HG sicher auf?

Felix Schmelzer: Nach einem ganzen Tag am Ohr sollten die Hörsysteme über Nacht trocknen und die Batterieklappen geöffnet sein. Die Systeme sind dann ausgeschaltet und die Feuchtigkeit kann entweichen. Sie sollten die Hörgeräte nicht im Badezimmer aufbewahren, dort ist die höchste Luftfeuchtigkeit in der gesamten Wohnung, am besten Sie bewahren die Hörsysteme z.B. im Schlafzimmer auf. Wenn man stärker schwitzt oder die Systeme oft großer Feuchtigkeit ausgesetzt sind, lohnt sich die Anschaffung eines Trockengerätes. Dieser kleine Apparat entzieht per Wärmeluftstrom die Feuchtigkeit aus den Hörsystemen.


Was sollte ich im allgemeinen beachten?

Felix Schmelzer: Am wichtigsten ist die Hörsysteme niemals nass werden zu lassen. Des weiteren haben viele Systeme winzige Öffnungen z.B. an den Mikrofoneingängen die verstopfen können. Achten Sie darauf, dass sie stets die richtige Größe der Batterien verwenden! Durch Pflege erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Hörsysteme erheblich.

Haben Sie noch Fragen? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie weitere Fragen uns z.B. per E-Mail schicken würden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem allen Hörgeräteakustikern und HNO-Ärzte.